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F-ONE Bandit XV 2022 Testbericht

Die Vorraussetzungen

Um den F-ONE Bandit XV 2022 ausgiebig zu testen, haben wir ihn in 12 und 9qm mit nach Kapstadt genommen. Dort hatten wir sowohl Leichtwind- als auch Stark-Wind-Tage.

Der F-ONE Bandit XV 2022 ist ein Open Delta C-Shape Kite mit 3 Struts. An den Steuerleinen besitzt er zwei verschiedene Einstellmöglichkeiten zum Definieren des Bardrucks. Im Auslieferungszustand ist die Schlaufe am oberen Knoten befestigt. In dieser Einstellung besitzt der Kite bereits ein exzellentes Feedback an der Bar. Knüpft man die Schlaufe am unteren Knoten an, lassen sich die Barkräfte noch erhöhen. An den Wageleinen besitzt der F-ONE Bandit XV 2022 einen Pulley und keine Umknüpfmöglichkeiten.

Gut gefallen hat uns zudem das Ventil: durch den besonderen Aufsatz hält der Schlauch deutlich fester am Ventil und rutscht weniger ab. Zudem reicht nach dem Luft-Ablassen ein einziger Klick auf den Stift und es kann kein Sand mehr in den Kite gelangen.

Unser ausführlicher F-ONE Bandit XV 2022 Test im Video

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In Kapstadt hatten wir sowohl Leichtwind- als auch Starkwind-Tage.

Für wen ist der F-ONE Bandit 2022 geeignet?

Der Bandit richtet sich sowohl an komplette Kitesurf-Einsteiger, als auch an fortgeschrittene Kiter/innen. Er war schon immer ein Kite, mit dem man in jeder Kite-Disziplin Spaß haben konnte. Auch heute besitzt er immer noch exzellente Allround-Eigenschaften. Dadurch, dass es seit 2020 zusätzlich noch den Bandit S für die Welle gibt, liegt bei dem F-One Bandit 15 der Fokus jedoch auf Freeride/ Bigair, Kiteloops und Freestyle. Er eignet sich daneben auch sehr gut zum Foilen.

Flugeigenschaften

Wenn man den F-One Bandit 15 zum ersten Mal fliegt, fällt einem direkt auf, wie direkt sich der Kite an der Bar anfühlt. Er vermittelt ein sehr spritziges und sportliches Feeling und lädt einen dazu ein, den Kite viel bewegen zu wollen. Steuerimpulse werden unmittelbar und ohne Verzögerung umgesetzt. Das Feedback an der Bar ist dabei exzellent, sodass man immer genau spürt, wo sich der Kite befindet.

Gerade bei Rotationen, hohen Sprüngen und Kiteloops kann man problemlos die Augen vom Kite weg nehmen und weiß dennoch genau, wie man ihn zu steuern hat. Wir würden die Barkräfte dabei, je nach Anknüpfung, mittel bis hoch einschätzen. Insgesamt spürt man gleichzeitig, wie ausgewogen und smooth sich der Kite fliegt. Trotz seiner direkten Lenkung fühlt er sich weder zickig noch nervös an. Den Kite in einen Backstall zu zwingen ist so gut wie unmöglich.

Wie bereits erwähnt hat man an den Steuerleinen zwei verschiedene Möglichkeiten, den Bardruck des Kites einzustellen. Wir haben den Kite in beiden Setups getestet: bereits im oberen Setup (Auslieferung) hat der Kite ein exzellentes Feedback an der Bar und mittelhohe Barkräfte. Im unteren Setup erhöhen sich die Barkräfte noch einmal, sodass das Feedback noch einmal gesteigert wird. Bei viel Wind hat uns das Standard Setup besser gefallen, da der Bandit dadurch nach oben hin besser kontrollierbar bleibt.

Am-Wind Eigenschaften

Der Bandit 2022 ist ein Kite, der im unteren Windbereich mehr bewegt werden möchte, um die nötige Power zu generieren. Ganz klar muss man sagen, dass es hinsichtlich Low-End Kites gibt, die früher losgehen. Der Bandit XV wandert weit an den Windfensterrand. Hat man also ausreichend Power im Kite, um ihn stehen zu lassen, ist es sehr einfach mit ihm Höhe zu laufen.

Sprungeigenschaften

Setzt man mit dem Bandit zum springen an, kann man den Kite durch die direkte Lenkung schnell und explosiv nach oben lenken. Insbesondere bei Kicker Wellen hat man so den Vorteil, schnell reagieren zu können, um den perfekten Absprung zu finden. Der Lift ist dabei explosiv und lang anhaltend, sodass man extreme Höhen erreicht.

Großer Vorteil beim Bandit ist dabei seine exzellente Depower: dadurch entwickelt er beim Absprung nahezu keine Querkräfte, sodass es besonders leicht ist, vertikal abzuspringen. Absolute Kontrolle ist auch in der Luft das Stichwort: das exzellente Feedback an der Bar sorgt dafür, immer genau zu wissen, wo sich der Kite befindet.

Hangtime

Durch sein Delta C-Shape kommt der F-ONE Bandit XV 2022 hinsichtlich Hangtime natürlich nicht an gestreckte High-Aspect Kites heran. Dennoch waren wir überrascht, wie viel man aus dem Bandit herausholen kann. In der Luft macht es durch die intuitive Lenkung großen Spaß, den Kite vor und zurück zu bewegen, um so die Hangtime in die Länge zu ziehen. Zieht man mit dem Bandit Landeloops, kam es öfter vor, dass man dadurch noch einmal ein Stück nach oben gezogen wurde.

Highend

Was den Bandit zu einem einzigartigen Big Air Kite macht, ist seine Kontrolle im oberen Windbereich. Von den Kites, die wir in Kapstadt mit hatten, konnte man ihn am längsten fliegen. Während man bei anderen High Aspect 5 Struttern bereits auf ein kleineres Modell wechseln musste, war es mit dem Bandit XV in der gleichen Größe ohne Probleme möglich, noch Spaß auf dem Wasser zu haben. Das macht den Bandit zu einer absoluten Big Air Maschine. Auch komplett überpowert besitzt der Kite immer noch Reserven, um ihn ausreichend zu depowern. Zudem bleibt der Bandit 2022 auch noch gut lenkbar, wenn man den Adjuster angezogen hat.

Kiteloops

Der Bandit verleitet einen durch sein spritziges und direktes Feeling gerade dazu Kiteloops zu machen. Hinsichtlich Loops war der F-ONE Bandit 2022 in Kapstadt unser Favorit.

Das lag zum einen daran, dass es durch die exzellente Depower sehr einfach ist, vertikal abzuspringen. Zum anderen erreicht man durch den guten Lift leicht die nötige Höhe für den Loop.

Beim Kiteloop lässt sich der Bandit XV eng oder weit drehen, sodass du selber entscheiden kannst, wie extrem der Loop werden soll. Deshalb eignet er sich sehr gut für Kiteloop Einsteiger/innen. Dreht man den F-ONE Bandit 2022 beim Kiteloop etwas weiter, spürt man ganz klar die Vorteile von C-Kites im Loop: der Kiteloop fühlt sich einfach spritziger an und der Querversatz höher. Dennoch fängt einen der Bandit immer sicher wieder auf, um anschließend sicher zu landen.

Fazit

Der F-ONE Bandit XV 2022 ist ein Kite, der durch seine direkte und spritzige Lenkung hervorsticht. Absolute Kontrolle im oberen Windbereich machen ihn zu einem exzellenten Bigair Kite, mit dem besonders Kiteloops sehr viel Spaß bringen. Das sehr gute Highend hat natürlich seinen Preis, weshalb man ihn im unteren Windbereich mehr bewegen muss, um die nötige Power zu generieren. Sobald man aber ausreichend Druck im Schirm hat, ist das Höhe Laufen mit ihm gar kein Problem. Nach wie vor eignet sich der Bandit exzellent für Kitesurf Einsteiger/innen. Nicht ohne Grund wird er von sehr vielen Kiteschulen als Schulungskite genutzt. Zum Foilen konnten wir den Bandit zum Testzeitpunkt noch nicht nutzen, sind aber aber davon überzeugt, dass er sich auch dafür sehr gut eignet. 

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  • F-ONE Bandit XV 2022
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