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Kitesurfen Theorie 02 – Das Windfenster beim Kiten

Das Windfenster beim Kiten beschreibt den Bereich, in dem sich der Drachen (Kite) relativ zum Wind und zur Position des Kitesurfers bewegt. Man kann sich das ganze bildlich ein bisschen wie eine Halbkugel vorstellen. Die untere Begrenzungslinie von unserem Windfensterrand beim Kiten ist unser Halbwindkurs. Dieser Kurs beträgt 90 Grad zum Wind.

Hier ist eine Grafik von unserem Windfenster beim Kiten und in dem Blogartikel gehen wir auf die einzelnen Punkte ein.

Powerzone

Unser Kite hat im Windfenster verschiedene Bereiche mit mehr und weniger Power. In der Softzone und am Windfensterrand hat der Kite einen flachen Anstellwinkel, während er in der Powerzone einen steilen Anstellwinkel zum Wind hat. Vereinfacht gesagt: desto steiler der Anstellwinkel des Kites, desto größer ist die Fläche zum Wind. Durch einen steilen Anstellwinkel kann der Kite dem entsprechend “mehr Wind einfangen” und hat deshalb mehr Druck.

Zudem hat die Geschwindigkeit des Kites Einfluss auf den Zug: um so schneller er ist, desto mehr Power ist dahinter. Jeder kennt es wahrscheinlich, wenn man mit dem Auto an einem LKW vorbeifährt. Umso schneller man ist, desto mehr wird man zu dem LKW hingezogen. Das ist bei unserem Kite genau dasselbe Prinzip.

Das Windfenster beim Kiten erstreckt sich in die Richtung des Windes (Lee) und wird in drei Hauptbereiche unterteilt:

Das Windfenster beim Kiten

Windfensterrand

Der Windfensterrand beim Kiten ist der Bereich, in dem unser Kite am wenigsten Druck hat. Hier ist der Anstellwinkel zum Wind am flachsten, weshalb er nur wenig Zug aufbauen kann. Deswegen starten und landen wir unseren Kite am Windfensterrand. Unseren Windfensterrand kann man sich als halbe Uhr vorstellen, weshalb wir in unseren Kitesurfkursen die Position des Kites am Windfensterrand immer als Uhrzeiten angeben. Der höchste Punkt über uns ist dementsprechend 12 Uhr oder wird auch Zenit genannt.

Softzone

In der Softzone bekommt der Kite schon einen etwas steileren Anstellwinkel zum Wind, weshalb er mehr Zug aufbauen kann. Durch Sinuskurven fliegen wir in diesen Bereich hinein. Bei viel Wind reicht es oftmals schon den Kite nur in diesem Bereich zu fliegen, um aufs Board zu kommen.

Powerzone

Wie der Namen schon sagt, haben wir in diesem Bereich die meiste Power. Hier hat der Kite einen steilen Anstellwinkel zum Wind und somit eine große vom Wind angeströmte Fläche. Zudem baut der Kite hier eine Hohe Geschwindigkeit und somit viel Zug auf. Mit der Powerzone muss man auf jeden Fall vorsichtig umgehen. Bei viel Wind sollte man den Kite in diesen Bereich nicht fliegen, da man sonst einen ordentlichen Satz nach vorne macht. Bei wenig Wind brauchen wir natürlich den Bereich, um auf unser Board zu kommen. Taste dich deshalb mit den Sinuskurven erst Step by Step heran.

Kitesurfer müssen lernen, den Kite innerhalb des Windfensters zu steuern, um optimale Zugkraft und Kontrolle zu erreichen. Indem du den Kite gezielt durch die verschiedenen Zonen des Windfensters bewegst, kannst du die Geschwindigkeit steuern, Höhe gewinnen und verschiedene Tricks ausführen. Ein solides Verständnis des Windfensters beim Kiten ist daher grundlegend für alle Kitesurfer, um ihre Fähigkeiten zu verbessern und sicher auf dem Wasser zu agieren.

Welche Kiteposition ist am sichersten bei zu viel Wind?

Es gibt diese Tage auf dem Wasser, wo wir mit reichlich Fronten beschenkt werden. Diese können teilweise mal sehr unangenehm auf dem Wasser werden. Wenn du eine schwarze Wand anrollen siehst, ist es immer das Beste, vom Wasser zu gehen und die Front einmal abzuwarten. Falls du dich aber noch auf dem Wasser befinden solltest und der Wind nicht mehr fahrbar ist, musst du deinen Kite am unterem Windfensterrand beim Kiten links oder rechts Positionieren. Viele denken, dass der sicherste Punkt auf 12 Uhr ist, aber durch den böigen Wind verschiebt sich ständig das Windfenster beim Kiten und du kannst somit nach oben gezogen werden. Das kann sehr unangenehm werden, da du keinen festen halt auf dem Boden haben kannst. Wenn du den Kite am Windfensterrand auf die Wasseroberfläche lenkst, kannst du die Bar loslassen und dich mit deinem ganzen Körpergewicht dagegen stemmen.

Falls der Kite auch hier immer noch zu viel Zug entwickelt und du im schlimmsten Fall auf Hindernisse gezogen werden solltest, hilft es nur noch das Quick-Release zu betätigen oder sich komplett vom Kite zu trennen.

Welche Kiteposition ist am besten bei zu wenig Wind?

Den Kite bei zu wenig Wind am Himmel zu halten, kann schon mal eine kniffelige Angelegenheit werden. Normalerweise positionieren wir unseren Kite am Windfensterrand, wenn wir z.B. durchs Wasser laufen wollen. Hier musst du bedenken, dass sich unser Windfenster beim Kiten ständig verkleinert und vergrößert. Wenn der Wind weniger wird, wird unser Windfenster kleiner. Dadurch kann es passieren, dass unser Kite am Windfesterrand auf einmal nicht mehr angeströmt wird und kann somit einfach vom Himmel fällt. Deswegen ist es bei wenig Wind wichtig, den Kite immer leicht in Bewegung zu halten. So lange sich der Kite bewegt, wird er angeströmt und kann nicht vom Himmel fallen. Am besten sollte man den Kite auch nicht lange auf 12 Uhr stehen lassen, da der Kite sonst in Frontstall geraten kann.

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